Heinrich Albert

Heinrich Albert hatte Anfang des 20. Jahrhunderts sowohl als Gitarrist als auch als Komponist und Pädagoge großen Einfluss auf die Gitarrenmusik des deutschsprachigen Raumes.
Leben
Heinrich Albert, geboren 1870 in Würzburg, lebte lange Zeit in Gauting, wo er 1950 starb. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts fanden sich seine Kompositionen in den Konzertprogrammen aller namhafter Gitarristen und in über zweihundert Konzerten wurde er zu einem bedeutenden Wegbereiter des künstlerischen Gitarrespiels. Er hinterließ eine umfassende Sammlung von Eigenkompositionen und eine Gitarrenschule, nach der Generationen von Gitarristen ihr Instrument lernten. Auch als unter dem Einfluss der spanischen Gitarrenschule sein Ruhm verblasste, galt Albert unter den Gitarristen im deutschsprachigen Raum als Autorität in seinen Funktionen als Spieler, Komponist und Pädagoge.
Weitere Informationen zu Heinrich Albert findet man hier:
Website des Gitarristen Andreas Stevens
Wikipedia-Artikel über Heinrich Albert
Musik
Heinrich Albert ging mehreren Anstellungen als Hornist und Geiger nach, bevor er sich nach 1900 er sich in München, und später in Gauting als Gitarren- und Mandolinenlehrer ansässig machte. Aus seiner Schule gingen namhafte Gitarristen/innen wie Luise Walker hervor. Einer seiner Mandolinen-Schüler war das Münchner Original Karl Valentin. 1909 erfolgte seine Ernennung zum Kammervirtuosen durch Marie in Bayern. Um 1910 gründete er ein Gitarrenquartett, das er nach dem Vorbild des Streichquartetts anlegte. 1912 stellte Albert seine große Gitarrenschule „Moderner Lehrgang des künstlerischen Gitarrenspiels“ fertig. Zweimal im Jahr fanden Konzerte der Reihe „Die Gitarre in der Haus- und Kammermusik vor 100 Jahren“ unter seiner Mitwirkung statt. Die Stücke, die er dort spielte, wurden parallel im Verlag von Julius Heinrich Zimmermann veröffentlicht, der ab 1919 die meisten von Alberts Werken und Bearbeitungen herausgab. Heinrich Albert konzertierte bis nach 1943.
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